Andersrad

gleich und doch verschieden

Vöcklataler Volkslauf

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Meine erster Wettkampf seit September (der Silvesterlauf in Kostüm und als Begleitung zählt da nicht), mein erster Wettkampf wo ich laufen muss seit Anfang September, mein erster reiner Laufwettkampf seit letzten Juni(!) – und das nach dem ca. 5-monatigen Lauf-Ausfall durch das Runners Knee.

Die gute Nachricht vorne weg – die Verletzung dürfte ausgestanden sein! 🙂

Die schlechte Nachricht – schneller bin ich nicht geworden, eher das Gegenteil. Aber das war ja zu erwarten.

Zurück zum Start

Wie schon letztens geschrieben habe ich seit Anfang April wieder wie ein Anfänger mit dem Laufen begonnen – mit Kombinationen aus Laufen und Gehen. Mittlerweile konnte ich meine Distanzen schön kleinweise wieder steigern und mich in den zweistelligen Kilometerbereich bewegen. Dazu kommt ein „Longjog“ mit dem Lauftreff Timelkam über 15km – und das alles schmerzfrei!

Ich wollte mal wieder etwas Wettkampfluft schnuppern und gleichzeitig sehen wieviel mich der ganze Verletzungsärger gekostet hat. Und da ich auch zum ersten Mal endlich Zeit hatte beim Vöcklataler Volkslauf an den Start gehen zu können (bis jetzt ist immer etwas dazwischen gekommen) war das das ideale erste Ziel für meine Standortbestimmung.

Die angegebene Distanz von 12km – noch dazu hügelig – ist jedoch fürs erste nicht ganz so optimal, denn erst einmal seit meinem Wiederbeginn habe ich eine solche bewältigt. Aber ich war in den letzten Monaten ja nicht nur untätig – diverse Radausfahrten, Schwimmen, Stabi, Yoga etc. haben mir zumindest eine gewisse Grundkondition erhalten.

Am Start in Pfaffing (der Start des Volkslaufs wechselt jedes Jahr in ein der 3 beteiligten Gemeinden Pfaffing, Vöcklamarkt und Fornach – die Strecke bleibt aber im Prinzip die selbe) bin ich mir nicht sicher mit welcher Pace ich es anlegen soll. Oberstes Ziel ist natürlich schmerzfrei durchkommen, als zweites wäre es schön unter 5min/km und somit insgesamt unter einer Stunde zu bleiben – aber alles weitere lass ich einfach auf mich zukommen.

Vom Start weg geht es bergab – da geht die Pace gleich einmal auf knapp über 4min/km! Als es danach flacher wird pegel ich mich auf 4:15 bzw. als es wieder Richtung Fornach bergauf geht eher im oberen Bereich der 4er-Pace ein. Es fühlt sich gut an, die Beine sind nicht wirklich schwer, ganz leicht aber auch nicht, und ich kann es auch gut genießen. Zu berücksichtigen ist jedoch dass am ersten Teil der Runde noch etwas Rückenwind herrscht.

Ab der Hälfte merke ich wie es beginnt sich zu ziehen. Rund um Fornach geht es nun relativ steil bergauf (aber wie die gesamte Strecke alles auf Asphalt). Nach Fornach nutzt auch ein kleines Grüppchen die Gunst der Stunde und geht an mir vorbei. Ich kann nicht folgen, verliere diese aber auch nicht komplett aus den Augen, sondern kann mit einer großen Lücke die Pace einigermaßen halten.

Nach der Fornacher Steigung geht es nun gegen den Wind etwas wellig retour nach Pfaffing. Mit dem strahlenden Sonnenschein kann man so das herrliche Panorama genießen – man sieht bis zum Seengebiet! Doch nach und nach muß ich mich auf meinen eigenen Schritt konzentrieren, dass er sauber bleibt. Das gelingt mir soweit ganz gut. Der extreme Tunnelblick eines Wettkampfs stellt sich noch nicht wieder ein, die Bereitschaft mich zu quälen ist noch enden wollend.

10km absolviert – jetzt nur mehr 2 Kilometer! Die Pace sieht nun nach den Steigungen mit ca. 4:30min/km noch immer gut aus! Dh ich könnte vielleicht sogar unter 55 Minuten bleiben.

Doch nach 12km ist kein Ziel in Sichtweite. Verdammt. Es geht jetzt nun wieder bergab, richtig beschleunigen kann ich aber nicht – langsamer werde ich aber auch nicht.

Die letzte Kurve – jetzt weiß ich wieder wo ich bin: es geht nun noch ca. 400m bergauf zum Ziel! Uff. Wird aber auch Zeit. Ich verschieße noch meine letzten Körner und komme in 59:15 lt. meiner Uhr ins Ziel. Es waren dann doch knapp 13km! Das war aber auch vorher vom Veranstalter so angegeben. Keine Ahnung wie ich da auf nur 12km gekommen bin…

Egal, der obligate Zielkuchen schmeckt trotzdem wie immer nach einem Wettkampf super!

Natürlich habe ich ingesamt etwas an Leistung im Vergleich zu früher verloren, jedoch denke ich dass es nicht ganz so extrem wie befürchtet ist. Mit regelmäßgem Training wird das heuer sicher wieder werden. Überraschend war vor allem für mich dass ich in den Steigungen verloren habe, die Kraftausdauer ist also noch weit nicht wieder dort wo sie war. Normalerweise war ich am Berg immer gut unterwegs.

Insgesamt aber trotzdem ein durchaus gelungener Auftakt der Wettkampfsaison für mich! Und am Mittwoch geht es in Laakirchen bereits wieder weiter… Dort war ich auch noch nie am Start, die Ausschreibung sehe ich mir aber noch genau an ob es wirklich 7km sind wie ich im Kopf habe! 😉

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