Andersrad

gleich und doch verschieden

4.02.2020
von Flo
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Warterei galore beim Indoor Steeltownman!

Zum 2. Mal in meiner sportlichen Laufbahn wagte ich mich an einen Aquathlon über 400m schwimmen und 3km laufen. Eine Premiere war es jedoch dass alles drinnen stattfand: das Schwimmen auf der 50m-Bahn im Olympiazentrum auf der Gugl in Linz, das Laufen auf der 200m-Bahn in der nebenan befindlichen Tips-Arena. Letzteres wäre angesichts des sonnigen Frühlingswetters sicher auch draußen möglich gewesen, aber das weiß man halt vorher leider nicht…

Spannend am Bewerb war auch dass im Gegensatz zu einem normalen/herkömmlichen Duathlon/Triathlon die Teilbewerbe nicht unmittelbar aufeinander folgten, sondern getrennt absolviert wurden. Der abschließende Lauf wurde dabei mit den Rückständen vom Schwimmen als Gundersen-Bewerb (wie zB in der nordischen Kombination) absolviert, dh alle paar Sekunden wurde ein oder mehrere Starter losgelassen. Als schneller Wechsel war das aber kein Vorteil für mich, denn so muß ich alles „ehrlich“ herausschwimmen bzw. laufen. 😉

Beim Schwimmen hatte jede/r SchwimmerIn eine ausreichend breite Bahn zur Verfügung, sodass nicht gekreiselt werden mußte. In der Praxis hieß das dass man sich zu dritt eine klassische, durch Leinen getrennte Bahn teilt. Ich schwamm auf einer Seite an der Leine und stieß dabei immer wieder mal an der Leine an: mal mit dem Fuß und des öfteren mit der Hand.

Obwohl ich nach dem Wasserstart (kein Startsprung erforderlich, alle starteten an der Wand) natürlich gleich einmal zu schnell wegkraulte fand ich danach ein gutes Tempo und war mit 6:32min und neuer persönlichen Bestzeit über 400m durchaus zufrieden. Im fast 40-köpfigen Erwachsenen-Starterfeld reichte das zwar nur zu Rang 21, aber um die Platzierung geht es ja nur sekundär und es war mir auch vorher bewusst, dass ich in dem kleinen Feld wohl eher weiter hinten platziert sein würde.

Blöd daran war jedoch dass das Laufen auf 2 separate Läufe mit maximal 20 Startern aufgeteilt wurde und ich somit den Lauf der langsameren Schwimmer als erster und somit als Gejagter eröffnen durfte. 2s schneller beim Schwimmen und ich wäre als letzter vom anderen Lauf gestartet. Für die Zeiten wäre es egal gewesen, aber die Rolle des Jägers gefällt mir besser als die des Gejagten, da kann ich mich mehr pushen…

Der Lauf selbst war dann kurz, knackig und hart – mein Ziel von einer Pace unter 4:00min/km konnte ich mit 3:56min/km und gesamt 11:47min auf den 15 Runden dann aber schaffen, auch wenn ich Ziel damit zu kämpfen hatte meinen Mageninhalt drinnen zu lassen (es gelang zum Glück). Zeitlich konnte ich in Summe dann noch einen anderen Läufer überholen (in meinem Lauf wurde ich aber von 2 Läufern überholt, scheinbar war ich aber schneller als 3 andere) und beendete den Aquathlon als gesamt 20. bzw. 4. der AK (von 4…) – Luft nach oben ist jedenfalls noch da, mal schauen ob ich heuer diese Pace auch noch auf längeren Distanzen halten kann, das wäre eigentlich das Ziel…

Die Veranstaltung selbst war an sich gut organisert und einfach mal zur Abwechslung was anderes, ein Manko ist lediglich die viele Warterei: durch die vielen Kinder- und Jugendklassen (fast 300 StarterInnen!!) muss man zuerst einige Stunden auf den Schwimmstart warten und danach noch ein 2. Mal fast ebenso lange auf den Laufstart – da geht für gerade mal 20min Wettkampf-Zeit leider der ganze Tag drauf… Um halb neun morgens bin ich von daheim weg, um 19:00 bin ich wieder daheim gewesen. (Zusätzlich hat sich vor dem Laufen auch wohl bedingt durch das föhnige Wetter ein Kopfschmerz aufgebaut, der nicht gerade angenehm war, beim Laufen aber etwas wegging.)

Ich habe aber keine wirklich bessere Idee wie man das Programmstraffen könnte: am besten ist wenn man nah daneben wohnt und somit dazwischen heim gehen kann. Eine Alternative wären Hängematten oder ähnliches in der Tips-Arena aufzustellen, dann könnte man sich zumindest dazwischen mal hinlegen und ausrasten. Nur so als kleiner Tipp am Rande. 😉

Ob ich hier wieder am Start stehen werde kann ich jetzt noch nicht sagen, der WK selbst gefällt mir jedenfalls – gerade so im Winter ist es ganz nett auch mal was Triathlon-ähnliches zu machen und auch mal zu sehen wo man tempomäßig so steht. Bei dem drumherum ist es aber vielleicht sinnvoller einfach bei einem kurzen Laufbewerb an den Start zu gehen um zu checken wo man gerade so steht…

4.01.2020
von Flo
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Welser Silvesterlauf-Doppel

Wie immer zum Jahresabschluß stand ich wieder in Wels bei den zugehörigen Silvesterläufen am Start. Hier gibt es ja 2 verschiedene Bewerbe über die gleiche Strecke (3 Runden durch die Stadt, gesamt bei beiden jeweils 5km) zur Auswahl wo man starten kann: zuerst das Silvester-Race für die schnelleren LäuferInnen (Richtzeit 20:00min Männer, 23:00min Damen) und anschließend der Silvester-Run wo unter anderem auch viele kostümiert mitmachen und es auch einen Sonderpreis für die beste Verkleidung gibt.

Für mich ging es vorderhand mal wieder darum zu sehen wo ich derzeit im Training so stehe. Bei relativ warmen Temperaturen von ca. 9°C und Sonnenschein, jedoch mit etwas Wind, war ich zum ersten Mal hier in kurz/kurz am Start. Leider lief es jedoch nicht ganz so toll wie ich gehofft hatte – die Beine waren gefühlt etwas ‚leer‘ und so konnte ich beim Race (24 StarterInnen – also schön freie Bahn zum Laufen) nicht mal die 20min knacken – 6s fehlten leider darauf. Auch beim anschließenden Run in der Masse von über 800 StarterInnen war nicht mehr viel drin (das Weihnachts-Ess-Training sollte ich für 2020 vielleicht noch mal überdenken 😀 ), mit 21:35min aber immerhin noch passabel als 127. gefinisht.

Was mich daran etwas wundert ist dass ich im Vorjahr ja ebenso bei beiden Bewerben am Start war und anders als heuer im Marathon-Training stand. Dabei war ich im Race letztes Jahr ein paar Sekunden schneller, im anschließenden Run aber sogar 40s! Und dabei habe ich heuer auch viele Intervalle gemacht um für das Tempo besser gerüstet zu sein. Sehr seltsam… vielleicht fehlt da Grundlagenniveau oder noch was anderes, aber so war das eigentlich nicht sehr zufriedenstellend und nicht ganz so erbaulich für die weitere Saison wie ich mir eigentlich erhofft hatte… Mal sehen wie es 2020 weitergeht.

3.09.2019
von Flo
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#ironsheep als Wandertag – und einfach großartig!

YEAH, I did it! Dem Podersdorfer Claim von „Fast. Hard. Legendary.“ konnte ich allerdings nur bei den beiden letzten Punkten genügen. Von „Fast“ war da keine Spur. Aber das ist auch egal. Weiterlesen →