Andersrad

gleich und doch verschieden

zum 5. Mal über den Attersee mit klitzekleiner Vorbelastung

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Meine nach wie vor beste Möglichkeit zu sehen wie sich meine Schwimmleistung entwickelt ist die Atterseeüberquerung von Weyregg nach Attersee (2,5km). Den heurigen Startplatz erhielt ich aber erst zufällig und sehr spät via einer Freundin meiner Tochter (ich war bei der eigentlichen Anmeldung zu spät dran). Wie es mir bei meiner 5. Querung erging…

Zu allererst stand dabei eine Verschiebung: sehr schlechte Wettervorhersagen mit starkem Wind und kühlen Temperaturen bedingten die Verschiebung vom geplanten Samstag auf Sonntag.

Da ich eigentlich am Sonntag eine längere Radrunde machen wollte hieß es da umplanen und das ganze auf Samstag verlegen. Außerdem war eine Familienfeier in der Nähe von Wien geplant – warum also das nicht kombinieren? Kurz mit der werten Gattin besprochen ob es ok für sie ist alleine mit den Kids hinzufahren, während ich pedaliere und kurz darauf schon Zugtickets besorgt: denn die ganze Strecke ist mir mit ca. 230km doch etwas zu weit und ich werde nur von Linz aus frühmorgens wegfahren (lt. Plan ca 170km – im Endeffekt warens aber ca 180).

Kurz gesagt – die Fahrt am Rad verlief ohne Probleme, dabei habe ich gleich wieder die Verpflegung für Podersdorf getestet und entgegen der Wettervorhersage erwischte mich nur 1 Regenguss im Wienerwald (der war dafür heftig). Die Beine fühlten sich danach auch nicht so schlimm an (hätte ich vielleich dann doch die ganze Strecke fahren sollen?! 😀 )

Raceday

im Zielgelände beim Unterlagen abholen

Frühmorgens radle ich schon wieder nach Attersee – das Gesäß spürt doch noch etwas den gestrigen „Ausflug“, die läppischen 15km gehen aber sonst ganz gut. Es ist kühl bei ca. 15°C als ich in Attersee ankomme, schnell die Startunterlagen abhole und kurz darauf bereits im Schiff für die Überfahrt nach Weyregg sitze. Hie und da blinzelt sogar schon die Sonne heraus.

Im Strandbad gut aufgewärmt stehe ich an der Startlinie als wieder unvermittelt ohne Countdown oder irgendwas plötzlich der Startschuß ertönt. Das war letztes Jahr leider genauso. Nach sekundenlanger Verwirrung unter den ca 340 StarterInnen geht es auch schon los mit der Schwimmerei.

Das Wasser hat 21°C – im Neopren fühlt es sich sehr gut an, weder zu heiß noch zu kalt. Ich komme gut in meinen 2er-Rhythmus hinein und habe auch immer wieder einen Wasserschatten in dem ich gut mitschwimmen kann. Erstaunlicherweise sehe ich einiges vor mir einen Standup-Paddler der wie ich vermute bei der Führungsspitze ist. Da sind gar nicht mal soo viele Arme dazwischen und der Großteil des Feldes eher hinter mir. Mir solls recht sein. 🙂

Die ersten 1500m geht es weiter so gut dahin – auch meine 500m-Durchgangszeiten lt. Garmin sind mit 8:44, 8:39 und 8:36min äußerst erfreulich, auch wenn die Arme nun schon etwas schwerer werden. Den 4. 500er schwimme ich in 8:57min und jetzt wird es wie immer langsam etwas zach. Einerseits kommt die Müdigkeit, andererseits wird das zu Beginn nur leichte Wellengekräusel nach und nach stärker und hie und da passiert es dass ich genau im Wellental aufschauen und mich orientieren möchte und genau exakt nichts sehe weil eine Welle vor mir ist.

Außerdem werde ich wie immer ungenauer und muß öfters den Weg korrigieren um nicht extremes Zick-Zack zu schwimmen. Den 5. 500er schwimme ich daher leider nur mehr in 9:25 und habe immer noch ein Stückchen um ins Ziel zu kommen.

Auf den letzten paar hundert Metern liefere ich mir noch Duell mit einem anderen Schwimmer und versuche da das letzte herauszuholen und dabei sogar hie und da einen 4er-Zug einzubauen um schneller zu sein.

Selbst im Zielkanal geht das Duell noch weiter und nach gleicher Höhe auf den Ausstiegsstufen bin ich dann doch noch den einen Schritt vor meinem Gegner über der Ziellinie. Das hat sich ausgezahlt, denn der war sogar in meiner Altersklasse!

Gesamt bin ich äußerst überrascht: 48:06min für die lt. Uhr ca. 2,7km! Meine letztjährige PB habe ich somit um fast 2min verbessert! Da zahlt sich das heuer doch viele Schwimmtraining doch etwas aus. 🙂

Platzierungstechnisch ergibt es gesamt Platz 52 von 336 SchwimmerInnen und in der NEO-AK Rang 6 von 24. Wenn man bedenkt dass ich bei meinem ersten Start hier fast 15min langsamer und in der AK gerade mal vorletzter war ist das doch eine passable Verbesserung in den letzten 6 Jahren. Profischwimmer werde ich zwar keiner mehr, aber es macht nach wie vor Spaß zu schwimmen (drinnen allerdings mehr als im Freiwasser) und wenn man sich dabei verbessern kann umso mehr.

Die Atterseeüberquerung war wieder ein sehr schöner Wettbewerb und ich bin schon gespannt ob ich nächstes Jahr mein 6. Finisher-Shirt erschwimmen kann. 🙂

Und die Vorbelastung war auch überhaupt kein Problem – gute Anzeichen für die Langdistanz…

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