Andersrad

gleich und doch verschieden

ein Novum auf das ich gerne verzichtet hätte…

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…denn erstmals in meiner bisherigen Sportler“karriere“, die 2012 begann, bin ich ernsthaft verletzt. Kein blödes Muskelzwicken, Kater oder Ansätze von Plantar Fasciitis, Läuferknie oä wie ich es bisher schon hatte. Diesmal ist es ein Bruch. Und bedingt dadurch ist meine Saisonvorbereitung fürs erste mal etwas aus dem Tritt gebracht.

Passiert ist das ganze natürlich NICHT während dem Training – weder beim Schwimmen, Radfahren, Laufen oder Kraftsport – sondern bei einem an und für sich harmlosen Ausflug mit der Familie zum Eislaufen gestern. Nach der wochenlangen Kälte ist der Hafenbereich von Schörfling am Attersee, wo normalerweise die Segelboote dicht an dicht gedrängt sind, zugefroren, sodass man dort perfekte Eislauf-Bedingungen vorfindet.

Ich stand zwar schon länger nicht mehr auf dem Eis, trotzdem ging es gleich von Anfang an wieder gut und zügig. Davon angestachelt versuchte ich mich mal wieder an einem Eishockey-Stopp, kam dabei in Rückenlage und flog nach hinten. Instinktiv stützte ich mich dabei mit der rechten Hand ab um nicht mit dem Kopf auf das Eis zu knallen. Schon beim Aufprall spürte ich dass es vielleicht nicht ganz so harmlos ausgehen könnte. Das Handgelenk schmerzte sofort stark, mit Zähne zusammenbeißen konnte ich aber trotzdem noch mit der Familie weitermachen.

Über den restlichen Tag und die folgende Nacht wurde der Schmerz allerdings nicht weniger, selbst als ich meinen Handgelenksschutz vom Rollerskaten verwendete um das Handgelenk zwecks Schmerzreduktion zu stabilisieren und Bewegungen zu vermeiden.

Deswegen ging es heute morgen direkt in die Unfallambulanz um abzuchecken was da los ist. Und nach dem Röntgen stand leider fest, dass der Griffelfortsatz der Elle (Processus styloideus ulnae) gebrochen ist – lt Arzt kein dramatischer Bruch, aber doch besser wenn es für 3 Wochen eingegipst wird.

Nun sitze ich hier also mit einem Unterarm-Gips, der nicht nass werden darf und überlege wie ich in den nächsten 3 Wochen brauchbar trainieren kann. 😉 Bereits am Freitag soll der Gips gewechselt werden, da er aktuell noch gespalten ist um etwaige Schwellungen mitmachen zu können. Ich hoffe dass ich dann einen Kunststoffgips oder gar einen abnehmbaren erhalte vor allem da am letzten Wochenende mener Gips-Zeit ich ein Schwimmtrainer-Ausbildungsseminar machen sollte.

Schwimmen wird die nächsten Wochen also bis dahin leider komplett ausfallen. 🙁 Ich hoffe nur dass ich dann nicht die ganzen Fortschritte aus dem bisherigen Winter wieder verloren haben werde.

Radfahren wird leider nur eingeschränkt möglich sein, denn das Abstützen am Lenker ist nicht gerade angenehm. Auf der Rolle sollte es aber jedenfalls klappen.

Beim Krafttraining werde ich mich wohl mehr oder weniger auf plyometrische Übungen sowie auf die Beine und den Rumpf fokussieren – Liegestütz, Triceps Dips & Co. sind vorderhand einmal gestrichen.

Insgesamt wird in den nächsten Wochen wohl meine Beinarbeit stärker gefordert werden – sprich: ich gehe mehr Laufen und fahre viel auf der Rolle. Vielleicht hat so ein verkapptes Trainingslager mit verschobenem Fokus auf Rad+Lauf ja auch sein gutes und wenn der Gips dann herunten ist kommt dann halt umgekehrt dafür wieder ein kleines, selbstgemachtes Schwimm-Trainingslager…

Und was sind schon 3 Wochen im Februar! Besser jetzt als mitten in der Wettkampfzeit! Also Kopf hoch, das Leben ist zu schön um Trübsal zu blasen!

 

UPDATE 3.2.:

Anstatt einem Gipswechsel hat ein anderer Arzt entschieden, dass es nun doch kein Bruch, sondern nur eine Verstauchung, Zerrung oä ist – somit muss ich die Hand nur mehr eine Woche schonen und dann geht es (hoffentlich) wieder seinen gewohnten Gang. Also Glück im Unglück gehabt!

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