Andersrad

gleich und doch verschieden

Aloha!!

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Nein, ich war nicht auf Hawaii – leider. Aber auch in Österreich kann ein Hauch Hawaii-Feeling aufkommen. Zumindest hat sich das der Veranstalter des Traun Triathlons auf die Fahnen geheftet.

alles vorbereitet in der Eishalle

Die Organisation läuft auch wirklich sehr gut, da gibt es nicht viel zu meckern. Die Streckenpläne im Vorfeld etwas genauer zu machen sodass man auch interaktiv sehen kann wo man vor allem mit dem Rad fahren muss wäre aber eines gewesen – aber das nur am Rande.

Wieder einmal ist der Wettkampf in Traun so gelegen dass ich mit den Öffis anreisen kann: mit dem Zug nach Oftering und von dort aus die <7km zum Start mit dem Rad eingerollt.

Ungewöhnlich ist für mich zum ersten Mal in meiner Triathlon-Laufbahn die überdachte Wechselzone – denn die befindet sich in einer Eishalle! Da es an dem Tag aber auch noch sehr heiß werden sollte ist das gar keine so üble Idee, denn drinnen ist es noch relativ erträglich und die Getränke sowie die Reifen am bzw. vom Rad werden nicht so aufgeheizt. Die Plätze am Radständer sind dafür relativ eng, aber mein Rucksack geht sich zum Glück doch nicht irgendwie aus.

Start

Im aufgeheizten Oedter See (ein Baggersee) sind 2x eine 750m-Runde mit kurzem Landgang zu absolvieren. Wie zu erwarten ist wirklich Neopren-Verbot und ich hatte richtig gepokert und meinen daheim gelassen.

Ich komme schnell in Rhythmus, auch wenn es durch den Massenstart immer wieder Schläge gibt. Auf der ersten Runde bleibe ich die meiste Zeit gut im Wasserschatten, nur als ich am Weg retour zum Land zwischen 2 anderen Schwimmen kurz eingezwickt werde und deswegen um den einen auf der Seite herum möchte bin ich plötzlich alleine und muss den Weg retour allein bewältigen – leider etwas krumm. Dabei schenke ich ein paar Sekunden her.

Schwimmausstieg
© Julia Sperr

 

Die zweite Runde geht dann wieder besser und ich kann wieder Wasserschatten nutzen. Der Weg retour zum Land geht dieses Mal besser und vor allem gerader, aber die Arme werden schon schwerer. Nach 31:34 (56. Schwimmzeit von 117) bin ich offiziell aus dem Wasser, da ist aber schon ein Teil des Ausstiegs und Weg zur Wechselzone dabei. Nur geschwommen bin ich knapp unter 31 Minuten – relativ lange über die 1500m angesichts meiner Steigerung heuer, aber ist halt auch immer schwer richtig zu vermessen… Aber die Platzierung ist gut, mittlerweile bin ich doch nicht immer nur in der 2. Hälfte des Klassements! Der erhöhte Schwimmumfang trägt doch die ein oder andere Frucht…

Der Wechsel erfolgt flott und mit meiner Zeit von 49s (20.) verbessere ich mich gleich einmal wieder um 10 Plätze.

Es geht auch hinauf!

Auf der Radstrecke geht es erst ein paar Kilometer Richtung und durch Hörsching durch bevor 2 Runden über Kirchberg-Thening, Axberg und Oftering zu fahren sind.

Auf der ersten Runde bin ich erstaunlich viel alleine unterwegs und sehe auch kaum wen anderen. Da frage ich mich dann schon immer wieder ob ich noch auf der richtigen Strecke bin… Und jedesmal wenn ich wieder einen Ordner sehe bin ich froh, dass ich mich doch nicht verfahren habe. 😉

Überraschenderweise geht es Richtung Axberg auch ganz schön hinauf! Mit diesen Höhenmetern hatte ich nicht wirklich gerechnet, sondern eher gedacht es ist flacher, aber gut – normalerweise hilft mir das ja!

Auf der 2. Runde ist es schon um einiges voller, da auch die Sprintdistanzler auf der Strecke sind, die nur eine Runde fahren müssen, jedoch 30 Minuten nach der olympischen Distanz gestartet sind. Da macht das Radfahren gleich noch viel mehr Spaß wenn man permanent jemanden überholen kann! Ich bin auch tatsächlich auf meiner 2. Runde schneller als auf der ersten, die noch eher Besichtigungscharakter hatte.

Nach 1:03:55h bin ich dann wieder retour in der Wechselzone, gesamt bin ich mit der 40. Radzeit nun schon auf Platz 42 angekommen.

Weitere 2 AthletInnen überhole ich in T2, die ich nach 38s bereits wieder verlassen kann. (8. Wechselzeit!!)

T2…
© Markus Fiedler

…und schon wieder hinaus
© Markus Fiedler

Es wird heiß

Aus der Eishalle hinaus reihe ich mich unter den LäuferInnen ein – 4 Runden a 2,5km muss ich laufen, zuerst teilweise am Ufer des Oedter Sees entlang, dann über diverse Wege und Straßen retour zur Eishalle, die ebenfalls durchlaufen wird.

Ich starte gleich relativ forsch mit einer Pace unter 4:30min/km. Doch noch auf der ersten Runde merke ich dass ich das sicher nicht halten kann und reduziere bewusst/unbewusst das Tempo ein wenig und kann es auch auf der restlichen Strecke immer unter 5min/km und nur einmal über 4:50min/km halten. Aber ess ist schon mehr Automatismus der hier mitspielt. Nach und nach tut schon alles weh, auch wenn es nach außen hin immer noch locker wirken mag.

vor der letzten Runde
© Markus Fiedler

Am schwersten ist immer das 2. Drittel bzw. 3. Viertel – in der letzten Runde geht es wieder besser und ich kann sogar noch wieder eine Spur anziehen und bisschen schneller werden (aber wirklich nur ein bisschen). Dann, nach einer Laufzeit von 46:44 Minuten (43. Laufzeit) bin ich dann doch endlich wieder im Ziel. Beim Laufen war es doch schon hart an der Grenze, meine ohnedies schon eine Spur beleidigten Waden wurden durch die direkten und grundsätzlich toll zu laufenden Saucony Type A nicht besser und psychisch war ich schon ziemlich am Ende, aber noch nicht drüber!

Im Ziel gibt es dann noch ein wenig Aloha-Feeling, denn statt einer austauschbaren Medaille finde ich die Idee einer Blumengirlande ala Hawaii doch recht stimmig und mal etwas anderes – auch wenn es nur aus Plastik ist.

Fazit

Gesamt ergibt das 2:23:42 und Platz 36. (15. in der AK) – durchaus brauchbar, auch wenn die Radstrecke auf meiner Uhr ca. 2,5km zu kurz war doch eine recht gute und flotte olympische Distanz für mich. Zusätzlich war dieser Bewerb auch die oberösterreichische Meisterschaft auf der OD wo ich somit gesamt 14. und AK 6. geworden bin.

Am meisten freut mich, dass ich nun schon fast relativ ausgeglichene Splits von der Platzierung her habe: 56., 40., 42. für Schwimmen, Radfahren und Laufen ist doch schon einigermaßen konstant. Auch wenn ich durch die schnelleren Schwimmsplits nicht mehr ganz so viele Räder auf der Strecke überholen kann ist es auch ein gutes Gefühl wenn das eigene Rad nicht als eines der letzten in der Wechselzone steht wenn man in T1 hineinkommt. 😉

Nächstes Jahr werde ich daran weiterarbeiten und wohl wieder mehr an meiner Radform feilen müssen, denn das Radfahren habe ich heuer etwas vernachlässigt und da ist nach wie vor am meisten Zeit drin!

Insgesamt ein durchaus empfehlenswerter Bewerb, wo ich sicher wieder einmal herkommen werde!

 

 

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