Andersrad

gleich und doch verschieden

Gmunden 5000er die Dritte

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Gmunden also wieder. Zum dritten Mal (nach 2015 und 2016) verschlägt es mich auf die Bahn zu den 12,5 Runden, zusätzlich ist es heuer die 3. Station des 4-Städte-Grand-Prix. Nach dem Aussetzen im letzten Jahr wollte ich heuer mal sehen wie der aktuelle Formstand ist. Gleichzeitig passt es insofern auch ganz gut, da bereits am Samstag der Linztriathlon (Mitteldistanz) ist – was kurzes intensives ist da nicht so schlecht.

Dieses Mal wieder per Auto und Familie angereist (die währenddessen in Gmunden über die Promenade flanierte) bin ich dieses Mal mit meiner geschätzten Zielzeit von 20:45 Minuten bereits im 1. von 4 Läufen dran.

(In Gmunden muss man bei der Anmeldung immer seine Zielzeit angeben. Anhand derer wird das Starterfeld in Gruppen eingeteilt damit es auf der Bahn nicht so voll ist.)

Es drückt etwas, dafür ist eine Gerade bereits ganz im Schatten und der (Gegen-)Wind auf der sonnigen Geraden hält sich auch in Grenzen.

Im Gegensatz zu meiner letzten Teilnahme ist dieses Mal der Start bei der gegenüberliegenden Kurve, aber ich komme trotzdem noch rechtzeitig hin. Nach dem Startschuß sortiert es sich schnell einmal ein, ein paar langsamere sind noch vor mir, dann reihe ich mich in einem Grüppchen hinten ein, die in etwa mein Zieltempo bzw. eine Spur schneller laufen. Die ersten Runden gehen so mit ca 4:00min/km dahin – geplant hatte ich ja ca 4:10. Aber es geht noch ganz gut.

Nach 2km beginnt es langsam wieder zäher zu werden. Die Schritte werden schwerer und nach und nach tut sich eine Lücke zwischen den ersten 3 meiner Gruppe und einer Frau und mir auf. Die Pace geht auch eine Spur in die Höhe und bewegt sich in Richtung 4:10.

Immerhin können sich die vorderen nicht ganz so weit absetzen, sondern der Abstand bleibt dann relativ konstant. Schließen wird sich diese Lücke aber auch nicht mehr.

Nach 4km gehe ich an der Dame nach der Kurve vorbei und mache nun auch mal für sie ein bisschen Führungsarbeit. Die Beine sind aber nun schon relativ schwer und die Pace bei 4:12 bis 4:16min/km

Anfangs der letzten Runde zieht sie wieder an mir vorbei – und das mit einem Affenzahn. Keinerlei Chance für mich da dranzubleiben! In der letzten Kurve höre ich auch noch den Atem eines anderen Läufers in meinem Nacken. Das gibt mir noch die Kraft einen Schlußspurt anzuziehen und ihn wieder abzuschütteln.

Beim Zieleinlauf merke ich nun auch meinen Magen der etwas zu rebellieren beginnt. Nur mit Mühe kann ich im Ziel alles drinnen behalten, aber es bleibt drinnen!

Die Zeit ist wieder eine ziemlich gute Punktlandung: 20:46min! Also gerade einmal eine Sekunde langsamer als von mir im Vorfeld geschätzt. Anscheinend ist mein Körpergefühl doch nicht ganz so schlecht…

Die Zielverpflegung ist leider nicht so prickelnd: 2 Flaschen kann man sich nehmen (Eistee, Cola, Mineralwasser…), dazu gibt es Fizzers, Tortenecken, Müsliriegel. Angesichts dessen dass es auch kein Startersackerl gegeben hat und der Lauf 13€ kostet meiner Meinung nach etwas dürftig. Da sind die Läufe der Willis Running Tour weit besser vom Preis-Leistungs-Verhältnis her!

20:46 – also ca. 40s langsamer als bei meinen anderen beiden Teilnahmen. Einerseits bin ich zufrieden, andererseits ärgert es mich nun angesichts der Ergebnislisten ein klein wenig, da ich 5. in meiner AK geworden bin und der 3. gerade einmal 13s vor mir lag. Mit meiner früheren Form bzw. ohne das Runners Knee wäre das das Podest durchaus drinnen gewesen.

Andererseits kann ich froh sein, dass die Verletzung nun wirklich endlich vorbei ist – schon seit mehr als 1,5 Monaten spüre ich keine Schmerzen mehr, die Form steigt langsam wieder an und ich kann am Samstag endlich auch wieder bei einem Triathlon an den Start gehen.

Insgesamt ist das heuer zwar ein bisschen so ein Übergangsjahr ohne rechte Zielplanung, aber der Körper braucht das anscheinend ja auch. Und Spaß habe ich trotzdem auch – und das allein zählt! 🙂

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