Andersrad

gleich und doch verschieden

Linztriathlon-Wochenende 2017

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Heuer habe ich es rund um den Linztriathlon mal ein wenig anders gemacht. Erstens war die Familie zum ersten Mal überhaupt bei einem Triathlon mit dabei und zweitens war er nur Auftakt einer harten Trainingswoche.

Der Triathlon selbst war durch meinen bereits 3. Start hier schon ziemliche Routine. Und dennoch habe ich es fast schon vor dem Start vermurkst indem ich ohne Zeitmesschip aus der Wechselzone raus und zum Start geschlendert bin. Erst auf halbem Weg und dem gedanklichen Durchgehen ob ich eh alles habe ist es mir aufgefallen. Zum Glück war aber sowieso noch das Einchecken im Gange und ich konnte ohne Probleme meinen Chip holen.

Überraschender Startschuß

Nach dem kurzen Einschwimmen und den Aufwärmübungen an Land ging es bei immer heißer werdenden Temperaturen hin zum Start. Bei dem Wasserstart war ich noch gar nicht so nah bei der Startlinie als bereits der Startschuß ertönte. Somit gleich einmal vorneweg ein paar Sekunden hergeschenkt…

Im Wasser dann die üblichen Reibereien – entweder war das heuer schlimmer als die letzten Male oder ich habe es nur erfolgreich verdrängt. Jedenfalls ging es auf dem U-Kurs bis zur 2. Boje eher wild zu. Vom Schwimmrhythmus her ging es ganz gut und ich konnte permanent im Wasserschatten eines anderen Athleten mitschwimmen. Nur am letzten Stück zum Schwimmausstieg hin musste ich ein paar Meter abreißen lassen.

Umso überraschender dann die Zeit als ich aus dem Wasser kam – 15:33!! DAMN! Ca. eine halbe Minute langsamer als letztes Jahr. Durch das verstärkte Schwimmtraining diesen Winter hatte ich doch eher mit einer Verbesserung als einer Verschlechterung gerechnet. Das war mal ein kleiner Rückschlag. Von der Platzierung her war ich wie immer im hinteren Bereich als 132. von 319 gestarteten Athletinnen (und 309 gewerteten)

T1 lief wie geschmiert: ich komme relativ gut aus dem Neoprenanzug heraus und die anderen Handgriffe sitzen ebenso. In Summe bin ich somit ein paar Sekunden schneller als letztes Jahr und verlasse nach 2:06 Minuten als 112. die Wechselzone.

Gib Stoff

Am Rad gebe ich vom Start weg Gas, doch leider ist der Wind nicht auf meiner Seite und gerade die erste Hälfte ist ein stetiger Gegenwind zu spüren (den ich am Rückwind nicht wirklich stark anschiebend verspüre). Die Steigung bei Luftenberg fliege ich hinauf und werde diesmal auch nicht vom Verkehr aufgehalten.

Doch nach der Abfahrt wird es anstrengend. Mir fehlt wie im letzten Jahr jemand mit dem ich mich matchen kann und somit noch das letzte bisschen etwas herauskitzeln kann. Ich fahre die ganze Zeit mehr oder weniger alleine. Kurz vor dem Einbiegen zum Treppelweg werde ich dann doch noch vom Verkehr behindert und verliere sicher gut 5-10 Sekunden weil ich nicht weiß ob ich mich an den stehenden Autos vorbeischlängeln darf. Irgendwie mache ich es aber dann doch, fluche lautlos vor mich hin und husche mit einem perfekten Abstieg wieder in die Wechselzone. 42:00 – genau 2 Sekunden langsamer als 2016. Hmmm… auch hier hatte ich mir doch etwas mehr erwartet und erhofft, da ich heuer von den Radkilometern doch im Verhältnis mehr am TT zugebracht habe. Immerhin reicht es zum 50. Rad-Split und gesamt bereits Platz 80.

T2 ist ebenso rasant wie T1 – die Handgriffe sitzen und nach bereits 48 Sekunden bin ich als 78. wieder draußen und auf der Laufstrecke. In Summe habe ich mich somit beim Wechsel um 11s verbessert. Geht doch.

Zach

An der Family vorbei geht es dann hinauf auf den Treppelweg zur Laufstrecke. Dort geht es dann mit einer Pace von 4:16 – 4:19min die ersten 3 Kilometer dahin. Nach und nach sammle ich doch ein paar andere AthletInnen ein. Jedoch beim Durchzählen vor dem Wendpunkt bin ich gerade einmal 72. – ui, da wird sich somit auch eine bessere Platzierung als im Vorjahr nicht mehr ausgehen. Trotzdem kann ich noch ein paar überholen und sogar auf der Zielgerade ziehe ich noch einen Schlusssprint an und kann einen anderen überholen. Dadurch merke ich nicht einmal dass meine beide großen Buben mit mir mitlaufen und im Ziel dann zu mir kommen! Bei einer längeren Distanz wäre ich sicher mit ihnen gemeinsam locker die Schlussgerade gelaufen.

Mit der 63. Laufzeit nach 22:06 Minuten bin ich dann als 59. im Ziel. Insgesamt ganz passabel, aber mit 1:22:36 doch ca. eine Minute langsamer als im Vorjahr. Dass beim Laufen nicht so viel drinnen ist hatte ich schon vermutet, aber dass auf den anderen Disziplinen ebenfalls keine Steigerung möglich war tut schon bisschen weh. Aber nur die ersten Minuten, es kann halt nicht immer eine PB sein!

Der Tag danach

Als kleine Vorbereitung auf die Triple-Wertung in Obertrum bin ich dann am Sonntag danach gleich mit Tempo um den Attersee gedüst und habe anschließend noch 2km in hoffentlich meinem MD-Tempo als Koppellauf angehängt. Von einer Nachwirkung des Triathlons war so gut wie gar nichts zu spüren, obwohl wir danach noch mehrere Stunden durch den Haager Tierpark marschiert sind! Die Regenerationsfähigkeit ist also nicht ganz so schlecht ausgeprägt – gute Vorraussetzungen für Obertrum!

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