Andersrad

gleich und doch verschieden

Zum 3. Mal über den Attersee

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Unglaublich, meine bereits dritte Atterseeberquerung. Und wieder ganz neue Vorzeichen.Denn diesmal war ich in den Tagen davor doch „ein wenig“ von der Geburt unseres 5. Kindes abgelenkt (das sich ja um eine Woche verzögert hatte). Der Start war also nicht ganz fix und hätte auch leicht ausfallen können. Es ging sich aber dann doch gut aus und ich musste kein schlechtes Gewissen haben musste weil ich hinfuhr.

Das Startprocedere kenne ich ja mittlerweile schon gut. Nur bin ich bisschen knapper dran als die beiden Jahre davor – dafür habe ich zum ersten Mal das Radschloss NICHT vergessen. 😉

Startnummer abgeholt und dann bin ich auch schon am Schiff nach Weyregg – diesmal unten drinnen, somit keinerlei Kälteprobleme und schnell an Land bin ich auch wieder. Dadurch kann ich auch das WC benutzen bevor sich die ganz langen Schlangen bilden. Ein taktischer Vorteil, hihi.

Am Start gibt es ja immer einen Sprecher, der in etwas barschem Tonfall daran erinnert wo die Kleidungssäcke abgegeben werden sollen. Leider vergisst er einmal das Mikro abzudrehen als er eine andere Frage von jemandem beantwortet:

„Einmal konnten wir jemanden nicht mehr wiederbeleben.“ (oder so ähnlich)

Ein Raunen gepaart mit vielen Schmunzeln geht durch die sich vorbereitenden Athleten. Wenn man nicht erfahren mit Freiwasser ist und ein wenig Bammel vor der Überquerung hat ist genau das Richtige zu hören, dass da schon mal jemand gestorben ist… 😉

Mir selbst erscheint es ja auch nach wie vor als Wunder dass ich vor 2 Jahren – noch dazu ohne Neo – mitgemacht habe. Dabei bin ich zwar halb erfroren, aber ich bin mir nicht sicher ob ich das heute wieder so machen würde.

Gut, aufgewärmt bin ich nun ein wenig (einschwimmen schenke ich mir heute) und dann geht es auch schon wieder los. Der Attersee ist durch die aktuelle Hitzewelle sehr warm heute (25°!) und auch die Lufttemperatur ist nun um 8:30 Uhr bereits in ähnlichen Gefilden. Es wird also heiß. Normalerweise bei einem Triathlon hieße das ja Neoprenverbot. Aber so kann ich wenigstens gleich wieder im Hinblick auf den IM70.3 in Zell/See damit ein entsprechendes Neotraining kombinieren.

Vom Start weg komme ich in einen ganz brauchbaren Schwimm- und Atem-Rhythmus und finde auch immer wieder wen an den ich mich anhängen kann. Schließlich schaffe ich es sogar mich bis nach der Hälfte an einer Schwimmerin anzu“kletten“ und somit das Tempo brauchbar zu halten. Außerdem schwimmt sie auch relativ gerade sodass ich mich nur selten selber orientieren muss.

Nach der Hälfte (zumindest glaube ich es dass es ca. die Hälfte sein muss – das mit den Markierungsbojen ist jedesmal wieder unklar ob die irgendwelche besonderen Punkte markieren) muss ich jedoch abreissen lassen und es kommt wie jedes Jahr dazu dass man ganz allein schwimmt und nur irgendwo etwas weiter entfernt eine(n) andere(n) Schwimmer(in) sieht. Dafür ziiiieht es sich. Und wieder beginne ich hie und da den geraden Weg zu verlassen. Aber es ist eindeutig besser als letztes Jahr. Dafür im Neo seeeehr heiß.

Irgendwann einmal taucht dann doch endlich der Zielkanal vor mir auf und nach 54:50min bin ich an Land! Es st zwar wieder nicht so die umwerfende Zeit, aber immerhin habe ich mich wieder um 3 Minuten verbessert.

Die obligate Backerbsensuppe wird schnell verzwickt bevor es ohne Pannen/Probleme nach Hause geht. Ein schöner Morgenbeginn, noch dazu garniert mit einem weiteren Atterseeüberquerungsshirt – diesmal in dunkelblau (nach 2x weiß). Passt. Zell am See wird gelingen. 🙂

 

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