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gleich und doch verschieden

WK-Saisonstart 2015 in Wels

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Endlich geht es wieder los – nach fast 5 Monaten Wettkampfpause nach dem nicht ganz so geglückten Wolfgangseelauf steh ich wieder am Start. Wie letztes Jahr auch wieder ist der Halbmarathon in Wels meine persönliche Saisoneröffnung.Letztes Jahr bei miserablen Bedingungen (Dauerregen) und mitten im Marathon-Trainings-Saft stehend konnte ich meine PB auf 1:36:56 steigern. Diesmal ist das Wetter besser – zwar anfangs noch kalt aber rechtzeitig zum Start kommt die Sonne raus und die Temperatur zieht auf ca. 10°C an. Die Vorbereitung lief jedoch nicht ganz so gut. Rund um Neujahr war ich nach einem sowieso schon verzögerten Lauf-Saisonstart durch einen hartnäckigen Schnupfen+Husten mehr als 2 Wochen außer Gefecht. Dafür bin ich im Vergleich um ein Vielfaches mehr Rad gefahren und habe viele Kraftübungen gemacht. Schwimmen ist auch konstanter als 2014. Jaja, Hauptaugenmerk sind nun mal die Mitteldistanzen im Sommer, trotzdem ist auch ein Subziel die Halbmarathon-Bestzeit von 1:34:09 zu verbessern. Zwar noch nicht hier in Wels, aber dann hoffentlich in Linz im April.

Primärziel war also schneller als die ca. 1:37 zu sein. Viel mehr kann nicht drinnen sein, auch wenn die Tempoläufe relativ gut gegangen sind. Die (verkürzten -> 25km) Longjogs sind aber nach wie vor zäh, doch in der Regel machbar.

Startschuß – es geht gleich einmal relativ flott mit knapp unter 4:30min/km los. Uff – zu schnell! Geplant waren doch maximal 4:35! Doch auch wenn ich immer versuche zu bremsen bleibe ich doch ca. bei 4:30 „hängen“. Die erste der 3 7km-Runden ist nach 31:29min vorbei und es beginnt bereits zäh zu werden. Besonders der Gegenwind aus Osten ist im Bereich der Messe sehr unangenehm zu laufen. Zum Glück finde ich meistens jedoch jemanden bei dem ich mich hinten anhängen kann.

Auf der 2. Runde kann ich die Pace weiter halten und annähernd gleich schnell wie die 1. laufen – 31:31 (Zwischenzeit bei 10km – exakt 45:00). Mittlerweile sind immer dieselben Leute um mich herum. Und Schmarotzer wie ich bin nutze es um mich ziehen zu lassen. 🙂 Ich würde zwar gerne anders aber mehr als kurze Stücke kann ich mich nicht in den Wind stellen. Mittlerweile ist die Strecke schon relativ ausgestorben – die 7km-Läufer sind alle im Ziel und die Halbmarathonis sind alle weit verteilt. Immerhin gelingt es mir diesmal nicht von den Spitzenläufern überrundet zu werden – der erste kleine Erfolg!

Auf der 3. und letzten Runde heißt es nur mehr möglichst langsam zu sterben. Gedanklich passiert das auch, jedoch kann ich die Pace weiterhin halten. Dafür setzen sich die starken aus meiner Gruppe dann doch von mir ab. Wundert mich aber nicht, denn die wirkten eh besser als ihr Tempo.

Die letzten 300m sind nochmal die Extraqual – aber dann ist doch endlich der Zielkanal da und ich mit einer 1:34:54 im Ziel! Wow – das hätte ich mir doch nicht selber zugetraut. Die letzte Runde war wieder sehr ähnlich wie die vorhergehenden – 31:53 (mit den knapp 100 Extra-Metern). Somit um 2 Minuten zu 2014 verbessert trotz Trainings-Anlaufschwierigkeiten.

Die Woche danach ist zwar wieder ein kleiner Rückschritt – gerade mal den langen Lauf bringe ich zustande (neben den anderen Tri-Disziplinen), aber Regeneration muss ja schließlich auch sein… Jetzt hoffe ich nur dass ich weiterhin verletzungsfrei bleibe. Dann werden auch die kommenden Wettkämpfe mit hoffentlich tollen Ergebnissen über die Bühne gehen.

 

P.S.: etwas seltsames bei jemandem anderen ist mir aufgefallen: eine Läuferin (Name bekannt) die mir schon beim HM rund um den Wallersee aufgrund ihres „platschenden“ Laufstils aufgefallen war habe ich in Wels auch wieder gesehen – in der ersten Runde war sie einige Zeit in meiner Nähe bevor ich sie dann hinter mir lassen konnte und nicht mehr gesehen habe – bis kurz vor dem Ziel (~300m) bei der letzten Verpflegungsstation mit einem Becher gehend und eher k.o. wirkend. Dachte mir erst dass ich sie überrundet habe, wurde jedoch stutzig als bei meinem Zieleinlauf ich den Sprecher gehört habe wie sie auch fürs Ziel angekündigt wurde.
Neugierig wie ich bin habe ich dann daheim in die Ergebnislisten geschaut und festgestellt, dass besagte Dame in den ersten beiden Runden mehr als 3 Minuten langsamer als ich war – auf der letzten allerdings 3min schneller mit einer Pace von ca. 4:06 unterwegs gewesen sein muss und dabei eben auch noch besagte Gehpause bei der Verpflegung hatte. Ohne etwas unterstellen zu wollen kommt mir das doch etws komisch vor… Schließlich geht es ja bei unserer Leistungsklasse um nix außer um den Kampf mit ich selbst.

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