Andersrad

gleich und doch verschieden

Meine Leistungsentwicklung

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Mittlerweile betreibe ich mein Sport-Hobby seit fast 4 Jahren. Jetzt habe ich mir einmal meine Leistungsentwicklung dabei angesehen. (Achtung: ist was für Zahlenfreaks!)

Ein kurzer Abriss der Historie: aus einer Laune heraus habe ich 2012 begonnen meine jahrelang schlummernde Sport-Leidenschaft wieder auszuleben. Zuerst vorwiegend mit Radfahren auf der Liege und Teilnahmen bei Brevets und dann im Herbst habe ich mich sogar zu einem Lauf angemeldet – dem 27km-Wolfgangseelauf. Dass letzterer in einem sportlichen Desaster endete sei hier mal ausgeklammert, die Saat für weitere sportliche Betätigung war aber gelegt und ich begann im selbigen Herbst auch noch regelmäßig schwimmen zu gehen, denn irgendwo im Hinterkopf schwebte der Gedanke an Triathlon. Mit ein bisschen mehr Lauftraining und weniger Radfahren folgte im April 2013 mein Halbmarathon-Debut in Linz mit einer Zeit knapp unter 2h. Dadurch war vor allem der Laufvirus geweckt – im Herbst 2013 und Frühling 2014 folgten meine bisher einzigen beiden Marathons und damit einher viele Lauftraining. Im Sommer 2014 dann wirklich die Steigerung mit meinen ersten beiden Triathlons: einer Sprint- und einer olympischen Distanz. Letztes Jahr wurde es im Triathlon dann wieder ein Stückchen ernster und ich finishte meine erste Mitteldistanz in Obertrum. Heuer wollte ich wieder noch eines drauflegen und nach einem leider missglückten Marathon-Versuch kam ein erneuter Start in Obertrum und diesmal auch noch eine 2. erfolgreiche Mitteldistanz in Podersdorf hinzu.

Neben diesen ganzen Hauptwettkämpfen gab es noch eine Reihe kleinerer Bewerbe wie zB diverse Volksläufe hier in der Gegend oder auch die Atterseeüberquerung (schwimmen) oder das Rad-Einzelzeitfahren rund um den Attersee hinzu.

Für mich persönlich interessant ist dabei wie sich meine Leistung im Verhältnis entwickelt hat, dh um wieviel bin ich in den vergangenen Jahren schneller (oder langsamer) geworden und kann ich daraus ableiten wie weit ich mich noch verbessern kann.

Bezogen sind die Daten immer auf die Siegerzeiten der jeweiligen Bewerbe was natürlich eine gewisse Unschärfe beinhaltet, denn es kann ein Wettkampf ja auch mal stärker oder schwächer besetzt sein. In Summe ist es zwar eine Spielerei, aber irgendwie auch wieder ganz interessant.

Laufen

Beim Laufen habe ich eindeutig am meisten Daten. An genau 45 Wettkämpfen habe ich teilgenommen – von kurzem Volkslauf über 5km, 5000m auf der Bahn bis hin zu Marathon bzw. auch zum Halbmarathon auf der Mitteldistanz im Triathlon ist alles dabei. Alle Zeiten habe ich prozentuell in Platz und Zeitdifferenz umgerechnet bzw. in den Zeitunterschied zum Sieger pro Kilometer:

Jahr Anzahl WK % Platz % Zeitdifferenz Zeitdifferenz/1km [m:ss]
2012 1 94,3 127,3 4:04
2013 9 49,7 53,5 1:46
2014 11 36,9 41,3 1:20
2015 13 38,0 32,9 1:06
2016 11 35,2 30,8 1:02

Wie man erkennt wird die durchschnittliche Zeitdifferenz immer geringer, wobei sich die Kurve allerdings heuer etwas eingebremst hat. Abgesehen vom Gesamtergebnis wird es aber interessanter wenn man sich die Details ansieht: meine besten Wettkämpfe sind eindeutig die kürzeren: geordnet nach der prozentuellen Zeitdifferenz und/oder nach der Differenz pro km kommt der erste Halbmarathon erst auf Platz 20, davor sind nur Wettkämpfe von 5 – 10,2 km – egal ob nur Laufen oder Triathlon.

Die Platzierungen sind nur der Vollständigkeit halber erwähnt, spielen aber eine eher untergeordnete Rolle da die Teilnehmerfelder sehr unterschiedlich zusammengesetzt sind. Bei großen Laufveranstaltungen wie Marathon oder dem HM in Linz sowie dem Silvesterlauf in Wels sind sehr viele schwächere Läufer dabei und ermöglichen mir somit eine verhältnismäßig bessere Platzierung als bei einem kleinen Volkslauf um die Ecke wo sich eher die flotteren ein Stelldichein liefern.

Mein bester Wettkampf war jedenfalls der Wald- und Wiesenlauf in Wien vor mehr als 2 Jahren mit gerade einmal 30s/km Rückstand, knapp gefolgt vom Linztriathlon Sprint heuer mit 39s/km,  der auch gefühlt einer meiner besten Wettkämpfe insgesamt war.

Radfahren

Hier sind es insgesamt 14 Wettkämpfe die ich analysieren kann, und auch hier gibt es einen deutlichen Trend zu schnelleren Zeiten:

Jahr Anzahl WK % Platz % Zeitdifferenz Zeitdifferenz/5km [m:ss]
2012 2 91,5 31,4 3:14
2014 3 71,4 31,8 2:13
2015 4 45,1 25,9 1:47
2016 5 42,2 20,8 1:29

Generell bei solchen Auswertungen und Vergleichen ist es natürlich immer auch ein wenig Äpfel mit Birnen, denn es sind ja nie die selben Wettkämpfe und Distanzen im Jahr mit exakt den selben Starterfeldern. Im Triathlon zB sind meist am selben Tag mehrere Bewerbe (zB Sprint und Olympisch) und im Regelfall sind dann auch die längeren Bewerbe stärker besetzt bzw. der Sprint generell eher schwächer, weshalb sich hier bessere Platzierungen und geringere Zeitrückstände ergeben können.

Mein trotzdem bester WK war hier der heurige Steeltownman (41km) mit gerade einmal 12,4% Zeitrückstand bzw. nur 55s pro 5km. Auf den ersten 3 Plätzen sind übrigens nur Wettkämpfe von 2016 zu finden – sogar der King of the Lake hat es aufs Treppchen geschafft was mich besonders freut. Vor 2 Jahren hatte ich noch 2:16min pro 5km Rückstand aufgerissen, mittlerweile waren es nur mehr 1:36min/5km.

So langsam scheine ich mich ja doch so richtig ans Zeitfahren zu gewöhnen, mit meinem neuen Wattmesser wird da für 2017 sicher noch etwas mehr gehen…

Schwimmen

Hier habe ich am wenigsten Daten, es sind nur 13 Wettkämpfe seit 2013, doch der Trend ist der selbe wie beim Laufen und Radfahren (wenngleich auf ganz anderem Niveau!!):

Jahr Anzahl WK % Platz % Zeitdifferenz % Zeitdifferen/100m [m:ss]
2013 1 66,4 104,1 1:16
2014 3 56,2 74,2 0:56
2015 5 58,7 63,3 0:50
2016 4 63,6 63,2 0:49

Die 3 Atterseeüberquerungen sind dabei alle am unteren Ende angesiedelt, mein bester WK war letztes Jahr der Steeltownman (1,5km) mit nur 38s/100m Rückstand (ich weiß das sind Welten!)  gefolgt von 3 heurigen Triathlons in Linz, Podersdorf und Obertrum mit 45, 46 und 47s.

Also Potenzial nach oben ist hier beim Schwimmen definitiv am meisten vorhanden und versuche ich diesen Winter auch besonders zu heben und auszuschöpfen.

Dass diese Leistungsentwicklung nicht von alleine kommt ist klar, ein bisschen Training gehört da auch dazu. Doch mehr dazu und weitere Zahlenspieleren hinsichtlich meiner bisherigen Trainingsumfänge folgen in einem weiteren Beitrag. Stay tuned!

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